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An(ge)dacht – 5 Minuten Am 1. Advent – Mitmachen Und Kraft Schöpfen

An(ge)dacht – 5 Minuten am 1. Advent – mitmachen und Kraft schöpfen

Evangelium vom 1. Advent: Matthäus 24,37-44
Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.
Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

An(ge)dacht
Vielleicht erscheint es dem ein oder anderen als ein bedrohliches Bild, welches das Evangelium uns bei der Wiederkunft Jesu zum Einstieg in die Adventszeit zumutet. Da ist man bei seiner alltäglichen Beschäftigung – und Jesus kommt plötzlich zurück. Vielleicht eben mitten in der Vorbereitung auf Weihnachten, beim Plätzchen backen mit der Familie oder beim Geschenke kaufen mit der Freundin oder dem Freund. Den einen nimmt Jesus mit, den anderen lässt er zurück.
Das Evangelium gibt uns aber auch einen Rat, was wir tun sollen, nämlich: seid wachsam, haltet euch bereit! Aber wie geht das, bereithalten für die Ankunft Jesu Christi?

Wir können unser Alltagsleben nicht einfach einstellen, was also können wir tun? Der Vergleich mit der Zeit des Noach vor der großen Flut gibt mir Denkanstöße: Wie sieht mein Alltag momentan aus? Wie gestalte ich meine Tage in der Adventszeit bis Weihnachten? Ist mein Kalender überfüllt mit Terminen? Treffe ich meine Weihnachtsvorbereitungen eigentlich wirklich in der Erwartung des Kommens von Jesus oder konzentriere ich mich eher auf das Kommen bzw. die Treffen mit Familie und Freunden? Vielleicht ist meine Herzenshaltung bei aller Geschäftigkeit entscheidend: für wen und mit welcher Freude oder Liebe backe ich denn die Plätzchen, kaufe ich Geschenke, gehe ich über den Weihnachtsmarkt, …?

Jetzt stell dir einmal vor, Jesus stünde wirklich unerwartet vor deiner Wohnungstür und bittet darum hereinzukommen: Was würdest du empfinden (Freude, Furcht, Neugier, …)? Wie würdest du ihn empfangen (Bewirten, Übernachtungsplatz anbieten, …)? Worüber, glaubst du, würdest du mit ihm sprechen wollen? Nimm dir ein paar Minuten Zeit dafür.

Dann überlege dir, welchen Menschen du schon lange nicht mehr gesprochen hast und den du „schon die ganze Zeit mal“ anrufen wolltest. Wie wäre es, wenn du dich in der Adventszeit bei ihm meldest und zu dir einlädst und diesem Menschen die Zeit zu einem guten Gespräch schenkst? Vielleicht kannst du ihm ja so begegnen, wie du Jesus begegnen würdest.

Euch allen wünsche ich eine gesegnete Adventszeit mit guten und gehaltvollen Momenten.

Doris Dautzenberg
Verwaltungskraft im Kolpingwerk DV Essen

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