Der Ruhrpott – Ein buntes Narrenvolk
Eskalation im Bochumer Norden.
Seit über 20 Jahren richtet die Kolpingsfamilie Bochum Gerthe-Hiltrop-Bergen die Karnevalsveranstaltung im Norden der Stadt aus.
Das Motto in diesem Jahr lautete „Der Ruhrpott – Ein buntes Narrenvolk“, eine Hommage an die Menschen in unserem Kohlenpott. Grau und verrußt in der Vergangenheit, traditionsbewusst, wandlungsfähig jetzt und zukünftig, mit einer Vielzahl an Typen mit dem Herz am rechten Fleck. Das wurde an diesem in vieler Hinsicht denkwürdigen Abend deutlich.
Traditionsgemäß adelten das Herner Stadtprinzenpaar Rolf I. und Claudia II. samt Equipage die Veranstaltung, unterhielten das Publikum mit ihrem famosen Garde- und Showtanz. Das kurzweilige Programm wurde von waschechten Ruhrpottmädels, den zwei Kumpels, den Hiltroper Sahnehäubchen, den Roten Funken und den Bochumer Elfen gestaltet. DJ Joe sorgte für den musikalischen Hintergrund. Einer der Höhepunkte war, als die Bochumer Elfen am Tag des bahnbrechenden VfL-Sieges über die BVB-Mannschaft eine extatische Choreografie mit dem verheißungsvollen Titel „Tor im Ruhrstadion“ performten. Die Bochumer Elfen könnten möglicherweise als Geheimwaffe für den Klassenerhalt dienen. Erinnerungen an das ehrwürdige Kaufhaus Kortum wurden von den musikalischen Bimbos aus der Box geweckt. Wer kennt sie nicht. Manch eine „Münze“ wurde investiert, um die Affen zum Leben zu erwecken.
Das bunte Narrenvolk im Publikum unterstützte die Akteure mit großzügigem Applaus und tanzte im Anschluss an das Programm ausgelassen bis spät in die Nacht. Während der gesamten Veranstaltung haben die Hiltroper Pfadfinder die Gäste liebevoll mit kleinen Leckereien und Getränken versorgt.
Fazit: Der Ruhrpott ist bunt, die Ruhris sind herzig, lebensfroh und humorvoll und können feiern. Vor allem lieben sie den Vau Eff Ell.
(Bericht und Foto: Herbert Brenneken)