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Kolpingsfamilie Essen-Borbeck – Was ist Europa?

 

BORBECK. Höchster Berg Europas? Der Elbrus. Wer hätte statt auf den Mont Blanc auf den mit 5642 Metern höchsten Gipfel des Kaukasus getippt? Natürlich hängt das von der Definition der Grenze zwischen Europa und Asien ab, doch das war nur eine der vielen Fragen beim Kolpingabend am Montag, 1. Juni. Die Kolpingsfamilie Borbeck hatte dazu Hubert ‎Döring vom Diözesanvorstand des Essener Kolpingwerks in das Dionysiushaus eingeladen.

Unter dem Titel „Europa auf dem Weg zur Einheit? Von 1950 bis heute“ ging es um die Grundlagen des europäischen Vereinigungswerks, die nach dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieg gelegt wurden. Die Montanunion, die wirtschaftliche Union der EWG und zahlreiche weitere Verträge ließen die Staaten Europas immer weiter zusammenwachsen. Europarat, Europäische Kommission und das Europäische Parlament verliehen dem Kontinent zunehmend gemeinsame Gestalt.

Dass sich über 80 Prozent der Einwohner als „EU-Bürger“ bezeichnen, die vor allem die Freizügigkeit und den freien Verkehr zwischen den Staaten schätzen, wäre vor Jahrzehnten kaum denkbar gewesen, so Döring. Sein spontanes Europa-Quiz, in dem zwei Teams in zahlreichen Fragen gegeneinander antraten, offenbarte, wie auch in den EU-Gremien um Lösungen gerungen werden dürfte: Beide Teams erzielten nach engagierten Debatten zuletzt immerhin gleichen Punktestand. Das allen „Siegern“ überreichte Kolping-Brett, dass noch vielen gemeinsamen Veranstaltungen dienen dürfte, mag zuletzt dafür stehen, dass in Europa noch viele dicke Bretter gebohrt werden dürften. Die schwierigen Zeiten drängten und verlangten es – Kolping ist dabei, so das Fazit.

Anfang der kommenden Woche stehen im laufenden Kolpingprogramm ganz lokale Fragen auf der Tagesordnung: Die Kolpingsfamilie Essen-Borbeck begrüßt am Montag, 8. Juni, Bezirksbürgermeisterin Margarete Roderich. Sie spricht über „Perspektiven für den Stadtteil“ und informiert über aktuelle Themen in Borbeck. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Bericht: Dr. Chr. Beckmann, Fotos W. Hartmann

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