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1870-2020 150 Jahre Kolpingsfamilie Horst-Emscher

Unter dem Motto: „150 Jahre Kolpingsfamilie Horst-Emscher – miteinander leben, glauben, feiern“ starteten wir im Januar nach fast dreijähriger Planung in unser Jubiläumsjahr. Zum Jahresauftakt hatten wir Heinrich Wullhorst zu Gast. Es war ein interessanter Abend, der zur Diskussion und zum Nachdenken über unsere Aufgaben und Ziele anregte.


Heinrich Wullhorst zu Gast bei Kolping

Am 2. Februar feierten wir unseren Gründungstag. Zu Ehren unseres Gründervaters Ferdinand Lenfert legten wir einen Kranz an seinem Grab nieder und gedachten ihm und unseren verstorbenen Mitgliedern in einer kurzen Andacht auf dem Friedhof Horst-Nord. Anschließend feierten wir in unserer Pfarrkirche St. Hippolytus mit der Pfarrei und vielen Mitgliedern aus unserem Bezirk eine stimmungsvolle Messe (Titelfoto), in der wir die verschiedenen Generationen unserer Kolpingsfamilie in den Blick nahmen. Aufgrund einiger Spenden war es auch wieder möglich unsere restaurierte Gründerfahne zu tragen.


Gründerfahne von 1870

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst kamen alle zum Grünkohlessen im festlich geschmückten Pfarrsaal zusammen. Es war toll, den Saal so voll zu erleben und mit so vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Besondere Beachtung fand auch die mit viel Sorgfalt erstellte Festschrift. Es war ein rundum gelungener Tag.

Ebenfalls im Februar begrüßten wir mit Herrn Prof. Dr. Hans-Jürgen Brandt und Roland Sabel zwei ehemalige Präsides im Pfarrsaal unserer Pfarrei. Es wurden viele Geschichten und Anekdoten ausgetauscht und so manche Erinnerung aufgefrischt.


Ein Abend mit unseren ehemaligen Präsides

Und dann, bevor wir mit vielen tollen Veranstaltungen für alle Generationen unserer Kolpingsfamilie weitermachen konnten, kam die Corona-Pandemie. Viele Ausflüge, Andachten und Vortragsabende sind seitdem ausgefallen und, was uns besonders traurig stimmt, auch das dreiwöchige Zeltlager unserer Kolpingjugend, übrigens das 40. Lager, mussten wir schweren Herzens absagen.

In dieser teils schwierigen und besonderen Zeit engagieren sich unsere Mitglieder in der Pfarrei, ob beim Masken Nähen für die Alltagshelfer, beim Austragen des Pfarreibriefes, als Helfer im Gottesdienst oder zur Unterstützung der Aktion „Warm durch die Nacht“. Als Kolpinger sind wir für andere und füreinander da. Wir halten per WhatsApp, Mail oder Brief den Kontakt aufrecht.

Unsere Veranstaltungen sind nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Und auch wenn wir nach der Sommerpause weiterhin gezwungen sind, größere Veranstaltungen, wie unsere Festwoche mit Ausstellung und großer Festveranstaltung, zu verschieben, stecken wir den Kopf nicht in den Sand.

Die Zeit mag schwierig und außergewöhnlich sein, aber in 150 Jahren hat unsere Kolpingsfamilie schon weitaus Schlimmeres überstanden und vielen Menschen weltweit geht es sehr viel schlechter als uns.

1945 in einer wirklich furchtbaren Zeit konnte das 75-jährige Jubiläum auch nicht stattfinden, aber man fasste den Mut 1946 dieses Jubiläum nachzuholen.

In diesem Sinne nehmen wir uns die Kolpinger der damaligen Zeit zum Vorbild und feiern gemeinsam, wenn es die Maßnahmen und der Schutz unserer Senioren wieder zulassen.

Bericht: Kerstin Kubek

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