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Arbeit hinter Gittern

Kolpingsfamilie Bottrop-Mitte informiert sich über Gefängnisseelsorge

Maria Mauch ist für die Gefängnisseelsorge in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen und in der Jugendarrestanstalt Bottrop tätig. Alle Insassen werden ungeachtet ihrer Konfession, Religion oder Weltanschauung  von ihr seelsorgerisch betreut. Die Kolpingsfamilie Bottrop-Mitte unterstützt seit Jahren die katholische Gefängnisseelsorge in der JVA Gelsenkirchen. In ihrem Vortrag Anfang September gewährte Maria Mauch den Kolpinggeschwistern einen kleinen Einblick  in den Gefängnisalltag.

Viele Gefangene sind offen für religiöse Fragen und Themen, auch wenn sie keine Erfahrungen mit der Kirche gemacht haben. Die Gefängnisseelsorger/innen begleiten Menschen im Gefängnis, Gefangene und Mitarbeitende unter dem Schutz des Seelsorgegeheimnisses. Neben den Gefangenen haben die Gefängnisseelsorger auch die Nöte und Sorgen der Bediensteten im Blick. Zum Angebot der Gefängnisseelsorge gehören unter anderem Einzel- und Gruppengespräche, Gottesdienste und Hilfen zur Reintegration und Resozialisierung. Darüber hinaus  sind die Seelsorger nicht nur Ansprechpartner und Berater in persönlichen Dingen, sondern oft Vermittler zwischen der Institution Gefängnis und den Gefangenen. Gefängnisseelsorge geschieht in einer angemessenen Balance von wohlwollender Nähe und kritischer Distanz. Gefangene wachsen auch am Widerspruch und an der Herausforderung, sich mit ihren Schattenseiten auseinanderzusetzen.

Bericht und Foto: Thomas Wurm

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