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Die Kolpingsfamilie Gelsenkirchen-Zentral trauert um Annemie Lauer

Liebe Kolpinggeschwister,

wenn ein Mensch stirbt, der uns lieb und wertvoll war, verlieren wir ein Stück unseres eigenen Lebens.
Unsere Kolpingschwester Annemie Lauer war uns lieb und wertvoll. Nun ist sie, plötzlich und unerwartet, am 10.05.2021 in den ewigen Frieden heimgegangen.
Annemie wurde am 02.05.1971 Mitglied in unserer Gemeinschaft. Vom ersten Tag an hat sie Verantwortung übernommen, z.B. für die „Jungmädchengruppe“, die sie zum damaligen Zeitpunkt gegründet hatte. Es war eine der ersten „Gruppe Jungkolping weiblich“ im Diözesanverband Essen. Es ist ihr Verdienst, dass diese Gruppe bis heute besteht.
Durch die Gruppenleitung wurde sie gleichzeitig Mitglied im Vorstand der Kolpingsfamilie. Daher hätte sie auch in diesem Jahr nicht nur auf 50 Jahre Mitgliedschaft, sondern auch auf 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kolpingsfamilie zurückblicken können.
Wir wissen, dass sie diese Jubiläen gerne mit ihrer Gruppe und mit uns Allen gefeiert hätte.
Annemie war stets da, wenn sie gebraucht wurde. Durch viele Ideen und eigenen Einsatz war sie der Motor, den wir für das „Familienleben“ benötigten. Uns allen stand sie stets mit Rat und Tat zur Seite.
Nie entzog sie sich der Verantwortung. Als unser damaliger Präses, Pastor Wilfried Schiller im Jahr 2011 zurücktrat, war sie zur Stelle und übernahm den Vorsitz im Kuratorium des Kolpinghauses, dem sie schon seit 1993 angehörte. Auch hier arbeitete sie unermüdlich, mit Sachverstand und Geschick, zum Wohle unserer Einrichtung.

Als unsere neue Satzung in Kraft trat, übernahm sie im Jahr 2016 die Aufgabe einer „geistlichen Leiterin“. Wie sehr sie in diesem Amt geschätzt wurde zeigt die Aussage eines Kolpingbruders: „Wenn es einmal so weit ist, möchte ich von dir beerdigt werden!“ Viele Gottesdienste, Adventfeiern und spirituelle Abende trugen ihre Handschrift.
Wir können und wollen hier nicht 50 Jahre ihres Wirkens in der Kolpingsfamilie und im Kolpinghaus darstellen. Schaut selbst einmal zurück und erinnert euch an Begegnungen und Gespräche mit unserer Kolpingschwester Annemie.
Ein Wort Adolph Kolpings könnte gut zu ihr passen: „Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird`s bald in der Welt auch besser aussehen!“
Auf dem „Kolpinggrabfeld“, das von ihr initiiert wurde, wird sie ihre letzte Ruhestätte finden. Annemie sagte einmal: „Für mich ist es tröstlich zu wissen, dass ich auch nach dem Tod mit so vielen verbunden bin, mit denen ich viele Jahrzehnte zusammen war!“
Adolph Kolping sagt: „Mir kommt das Sterben immer leichter vor, wenn ich ans Wiedersehen so vieler denke, die mir vorausgegangen sind und die im Leben meinem Herzen nahegestanden.“
Liebe Kolpingschwester! Du bist in Gottes Hand geborgen, dessen sind wir sicher. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit dir bei Gott. Wir danken dir für Alles, was du in deinem Leben für uns als Kolpinggemeinschaft geleistet hast. Ruhe in Gottes Frieden.

Trauern wir nicht, dass wir sie verloren haben, sondern sind wir dankbar, dass wir sie über einen so langen Zeitraum bei uns haben durften.
In Dankbarkeit und mit einem festen „TREU KOLPING“

Karl Evers

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