Überspringen zu Hauptinhalt

Nahezu 500 Bürger mit einem politischen Fragen-Cocktail erreicht

In Gelsenkirchen sind die drei Verbände (EAB, KAB und KOLPING) schon seit Jahrzehnten als „Christliche Sozialverbände in Gelsenkirchen“ aktiv. Nach Corona und als Bezirks- und Stadtverbände hatten die Verantwortlichen geplant, dass sie vor der Landtagswahl 2022 die „Finger in die Wunden legen“ wollten und die 10 Kandidat*innen der demokratischen Parteien (in Gelsenkirchen gibt es zwei Wahlkreise, Bündnis90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP und die SPD) mit brisanten Fragestellungen konfrontierten. „So ging es um Familien- und Bildungspolitik, Aufholen von Corona-Bildungsdefiziten, immer in Relevanz zu Gelsenkirchen“ so Klaus Wehrhöfer, Bezirksvorsitzender von Kolping in Gelsenkirchen, „Es ging um die hohe Arbeitslosenzahl in Gelsenkirchen, um Neuansiedlung von Firmen und Schaffung von Arbeitsplätzen, um die Stärkung der Technischen Hochschule in Gelsenkirchen, die Fragen um Hilfen für Start-ups, und nach Wirtschafts-Förderprogrammen, sowie um bezahlbaren, sozialen Wohnungsbau und Eigentumsförderung, insbesondere junger Familien.“
So lautete auch eine Frage nach Verbesserung des ÖPNV, quasi einer Verkehrswende im Ruhrgebiet, wie man die Mobilität steigert und wie das Fahrrad als sinnvolle Alternative in den Fokus gelangen kann.
Ein wichtiger Fragekomplex, auch aus Sicht der Zuhörer, war das Thema Sicherheit, Clan-Kriminalität und die häufige Bettelei auf unseren Strassen, sowie mehr Präsenz durch mehr Personal der Polizei.
Die Verantwortlichen hatten sich an zwei Tagen (27. und 284.22) die attraktiven Feierabendmärkte auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen und auf der Domplatte der St. Urbaunuskirche in GE-Buer ausgewählt, um möglichst viele Zuhörer zu erreichen und hatten sich direkt an deren Rändern plaziert.
Die drei Vorsitzenden von Kolping, EAB und KAB teilten sich die Moderation und brachten die Kandidaten ins Gespräch. „Was uns beeindruckt und überrascht hat ist“, so Klaus Wehrhöfer, „dass die Kandidaten so jung, wach und leidenschaftlich für ihre Wahl-ziele und Parteiprogramme eingetreten sind, es wäre ein schönes Zeichen, wenn dann auch der neue Landtag, weiblicher und jünger würde.
In einem Grußwort des DGB Vorsitzenden für Emscher-Lippe gab Mark Rosendahl den Kandidaten auch noch Hausaufgaben mit: mehr Sanierung unserer Schulen, Schaffung eines Tariftreuegesetzes, dass Aufträge der öffentl. Hand nur an „faire“  Firmen vergeben werden können, Förderung der Industrie um die Frage Wasserstoff und eine Verkehrswende.
Insgesamt waren die Zuhörer, die Kandidaten und letztlich auch die Verantwortlichen mit beiden Podiusdiskussion zufrieden. Das Ziel, den Bürgern eine Hilfe zur Wahlentscheidung zu geben, wurde erfüllt, so zeitig bereits, weil es auch die zahlreichen Briefwahlwähler noch erreichen sollte.

An den Anfang scrollen