Kolpingsfamilie Essen-Kupferdreh bei der Internationalen Kolping-Friedenswanderung
Seit 59 Jahren gibt es die Friedenswanderung von Kolping International in Europa, zweimal fiel sie wegen Corona aus.
In diesem Jahr fand sie in Bad Waldsee, Baden-Württemberg statt. Unser Vorsitzender, Detlef Dommers und seine Frau haben im letzten Jahr in Bozen teilgenommen, in diesem Jahr war unsere Kolpingsfamilie mit 8 Personen vertreten und alle waren begeistert. Der Veranstalter, die Kolpingsfamilie Bad Waldsee organisierte Unterkünfte und alles, was zu so einer dreitägigen Veranstaltung mit ca. 300 Teilnehmenden gehört. Und das haben sie sehr gut gemacht.
Am ersten Tag, dem 14. Mai 2026 reisten wir mit einem Leihbus, den unser Vorsitzender steuerte, nach Süden. Auch alles, was sonst noch zu der Fahrt gehört, wurde von ihm organisiert.
In Bad Waldsee
Den Anfang machte ein Eröffnungsgottesdienst mit unserem Generalpräses und über 100 Bannern, ein beeindruckendes Bild. Danach gab es einen großen Umzug mit zwei Fanfarenzügen aus Bad Waldsee in die Stadthalle, die in Baden-Württemberg praktisch in jedem Ort vorhanden ist, wie wir in den nächsten Tagen feststellen konnten. In der Halle gab es zuerst mal ein Abendessen, mit schwäbischen Spezialitäten. Trotz der großen Teilnehmerzahl ging alles flott und hervorragend organisiert über die Bühne. Nach einigen Reden, z. B. des Bürgermeisters, ging der erste Tag zu Ende.
Am nächsten Morgen, nach einem hervorragenden Frühstück in unserem Hotel „Zum Grünen Baum“, ging es wieder in die Kirche zum Morgenlob. Danach begann die erste Wanderung durch die schöne und hügelige Landschaft. Es wurde nicht zu schnell gewandert und auch öfter pausiert, z. B. im Clubhaus des örtlichen Golfclubs, mit Getränken und der Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen. Die Mittagspause erfolgte in der Stadthalle eines anderen Ortes, mit Mittagessen, etc.
Wer nicht mehr laufen konnte, wurde auf Wunsch mit einem Kleinbus zur nächsten Station gefahren. Ein Besuch der Sebastianskapelle im Wald war die nächste Station, wo es auch wieder Getränke, aber auch einen Vortrag über die Kapelle gab.
An den Wandertagen wurden immer wieder interessante Gebäude und Gegenden erwandert und die Teilnehmenden über alles Wissenswerte informiert. Der Bus für die Wanderer, die nicht mehr konnten, wurde häufig genutzt. Man muss sich ja nicht so kaputt machen, dass man die Abende in der Stadthalle nicht mehr genießen kann. Wichtige Informationen wurden auch in Englisch verkündet, da auch Kolpinggeschwister aus Litauen, Ukraine, Holland, Belgien, Schweiz, Dänemark, Polen und Österreich dabei waren.
Am Samstag wurde in Bad Waldsee auch ein großer Marathon-Lauf veranstaltet, bei dem verschiedene Altersgruppen verschiedene Strecken liefen, die von 1 – 10 km reichten. Auch Kinder-läufe gab es. Die „Profis“ liefen natürlich 43 Km. Das ging so bis in die frühen Abendstunden. Der Lauf wurde nicht von Kolping organisiert, sondern findet dort jedes Jahr statt.
Nach der Wanderung am 2. Tag ging es in der Stadthalle wieder rund, mit Abendessen und anderen interessanten Punkten. Es gab Maultaschen, im Volksmund da unten auch Herrgottsbescheißerle genannt. Warum? Weil so in der Fastenzeit das Fleisch in der Teighülle versteckt wurde, wie uns glaubhaft versichert wurde. Nach einigen weiteren Programmpunkten ging auch der zweite Tag zu Ende.
Am Sonntag wurde nicht mehr gewandert, sondern es wurden drei verschiedene Besichtigungen angeboten, das Fastnachtsmuseum in der alten Ölmühle, Hymermuseum (Wohnmobile) und die Kirche St. Peter und der Ort selbst. Alle drei Möglichkeiten wurden nach dem Morgenlob fleißig genutzt und von kompetenten Führern geleitet.
Die Einstimmung in den Abend erfolgte in der Kirche St. Peter mit dem Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Schneider, der schön, aber zu leise predigte. Da schon einige Kolpinggeschwister die Heimreise angetreten hatten, wurde die Kirche nicht mehr ganz so voll und die Bannerdichte hatte auch abgenommen. Fortgesetzt wurde der Abend wieder in der Stadthalle, mit einem wieder sehr schmackhaften Abendessen und einigen Programmpunkten. Sehr neugierig waren alle Teilnehmenden auf die Verkündung des Ortes der Friedenswanderung 2027. Nach der Verkündung „Litauen“ gab es großen Jubel und eine Vorstellung des Landes und des Ortes der Veranstaltung. Wegen der kleineren Möglichkeiten für Unterkünfte und Veranstaltungen, sind nur 200 bis höchstens 250 Teilnehmende eingeladen. Die Verantwortliche aus Litauen erzählte uns viel aus ihrem Land und machte doch sehr viele neugierig auf Litauen, das zum 2. Mal Veranstalter ist.
Wir blieben noch bis Montagmittag in Bad Waldsee und trennten uns eigentlich sehr ungern von diesem schönen Ort und der tollen Kolpingsfamilie Bad Waldsee. Auch die Rückfahrt verlief störungsfrei und mit nur einem Gewitter, eine Stunde vor Ankunft.
Ein Wochenende zuvor waren die jungen Familien unserer Kolpingsfamilie mit über 30 Personen in der Jugendherberge in Hinsbeck und veranstalteten dort ein Zirkuswochenende, welches uns jede Menge kleiner Artisten bescherte. Ein sehr gelungenes Wochenende unter der Leitung von Sven Platte-Pannenbecker.
Norbert Westhoff
Kolpingsfamilie Essen-Kupferdreh




